Elementare Typografie

Elementare Typografie


Anfang des 20. Jahrhunderts propagierte Jan Tschichold die «Neue Typografie«. Ausgehend vom russischen Konstruktivismus – und resultierend aus der technischen Revolution, welche neue Parameter für Produktion und Kommunikation auftat – wurde die, bis dahin praktizierte ornamentale Typografie, in welcher die Schrift lediglich dem Inhalt im Sinne einer Lesbarkeit dient, von einer elementaren Typografie abgelöst, welche den Inhalt nicht nur lesbar machte, sondern ihn auch »sichtbar«, im Sinne von sichbarem Ausdruck, also Gestaltung, machte. So reduziert und so klar wie möglich.

Die Neue Typografie war Ausgangspunkt für eine neue Entwicklung der Gestaltung und einer der Grundsteine der heutigen Typografie. Den Konstruktivismus zum Vorbild, entstanden typografische »Kompositionen«, die sich durch einen, bislang ungesehenen kompositorischen Umgang mit Kontrasten (Symetrie/Asymetrie, Dynamik, Größe), dem Hinzuziehen des Weissraumes als Gestaltungselement sowie der präzisen, geometrischen Beherrschung von Fläche+Proportion bedienten.

Die Studenten des 2. Semesters praktizieren im Kurs »Typografische Grundlagen 02 – Layout« von Prof. Raymond Meier, die elementare Typografie. Ausgehend von einfachen Form-Fläche-Kompositionen, welche als Linolschnitte ausgeführt wurden, entstanden erste einfache typografische Kompositionen im Buchdruck mit Holzbuchstaben. Druck-Werkstattleiter Alexander Nagel stand bei den Umsetzungen mit typografischen und drucktechnischen Ratschlägen zur Seite.

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